Bischöfe für mitteleuropäisches Christentreffen im Jahr 2003
Ausgabe: 2001/27, Bischof, Bischofskonferenz,
03.07.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Gibt es im Jahr 2003 eine kirchliche Großveranstaltung in Österreich? Den Bischöfen gefällt die Idee.
Die katholischen Laienorganisationen haben die Durchfüh-rung einer kirchlichen Großveranstaltung für das Jahr 2003 (20 Jahre nach dem letzten Katholikentag) vorgeschlagen. „Christsein ist grenzen-los“ hat die Katholische Aktion über ihr Konzept geschrieben. Gemeint war damit, dass man bewusst über den kirchlichen Zaun hinausblickt und Fragen aufgreift, die die Menschen bewegen. Grenzüberschreitend wollte man auch mit den Kirchen und Menschen in den Nachbarländern ins Gespräch kommen. Die Bischofskonferenz hat sich bei ihrer Tagung in Matrei grund- sätzlich prositiv zu einer Großveranstaltung für 2003 geäußert. Kardinal Schönborn betonte, dass am „Vorabend“ der EU-Erweiterung ein derartiges Großereignis einen länderübergreifenden, mitteleuropäischen Charakter haben sollte. Dazu werden in den nächsten Monaten Vorgespräche mit den Nachbarn geführt.Ein weiterer Schwerpunkt der Bischofskonferenz war die Vorbereitung auf die Weltbischofssynode im Oktober. Dabei wird das Bischofsamt im Mittelpunkt stehen. Österreich wird von Bischof Kothgasser vertreten werden. Das unter seiner Leitung von einer Projektgruppe des „Dialogs für Österreich“ erarbeitete Papier „Bischofsprofil und Bischofsernen- nungen“ soll die offizielle österreichische Stellungnahme darstellen. Das Papier wird in Kürze veröffentlicht. Ausführlich befassten sich die Bischöfe mit Fragen des Lebensschutzes. In einer Erklärung wurde auf neue Bedrohungen (Euthanasie, Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik) ebenso kritisch hingewiesen wie auf die „offene Wunde“ Fristenlösung.