„Sieben“ – ein alttestament-liches Leseunterfangen, das für Spannung sorgte.
168 mal zwei Stunden war die Theatergruppe „combinat“ aus Wien vergangene Woche im Mühlviertel Tag und Nacht – im Rahmen des Festivals der Regionen – unterwegs. Vom Lesebus und von der Bühne aus erschallten alttestamentliche Texte in ungewohntem, nicht-kirchlichem Rahmen. Heimische Leser/innen fanden sich – spärlich oder zahlreich – ein, um am Marktplatz für eine gewisse Zeit laut aus der ungewohnten Bibelübersetzung von Buber/Rosenzweig vorzulesen. Mag. Elisabeth Mühlböck, Theologin aus Rohrbach, fand es interessant, über das geschäftige Treiben am Marktplatz hinweg, die Texte vorzulesen. In Aigen gab es die schärfsten Konflikte – kritisiert wurde dort etwa die Auswahl der Texte, berichtet Claudia Bosse von der Theatergruppe. In Reichenthal entwickelte sich das Leseereignis zu einem Diskussionforum. „Jeder Ort war anders!“, war Bosse begeistert.