Ausgabe: 2001/27, Ferienfreiheit, Wunschtraum,Computerspiele, Spiele, Kinder
03.07.2001
- Maria Haunschmidt
Zeit wünschen sich heutige Kinder von ihren Eltern am meisten. Oft bleibt dies leider nur ein Wunschtraum – sogar in den Ferien. Schade!
Auf der kindlichen Wunschliste stehen nicht, wie man vermuten würde, Computer, Pokémon oder Digimon ganz oben, sondern schlicht und einfach Zeit, die ihnen ihre gewöhnlich gestressten Eltern widmen sollten. „Papa soll nicht so viel arbeiten, sondern öfter früher nach Hause kommen und mit mir spielen!“, ist der sehnlichste Wunsch von Kindern, deren Spielzimmer bis oben hin mit Sachen voll gestopft sind. Dies zeigte neuerdings eine Umfrage. 400 Kinder meinten: Radtouren, Zoobesuche oder Picknicks mögen sie besonders. Verreisen folgt in der Wunschliste gleich dahinter, wobei es egal ist, ob es nach Griechenland oder (vielleicht einmal per Zug oder Schiff?) in die nahe Heimat geht. Auch Burgen und Museen sind verlockend, wenn man sich entsprechend vorbereitet und auf ein Stück Geschichte einlässt. Allzuschnell verbringen die Jungen ohnehin ihre Zeit lieber mit Gleichaltrigen. Apropos: Wer Freund/innen der Kinder mitnimmt, hat beim Nachwuchs einen Stein im Brett! Weitere erprobte Ideen: „Da wollte ich schon immer einmal hin!“ – beim Österreich-Brett-Spiel durfte sich das Kind einen Ort aussuchen, den die Familie heuer besucht. Außerdem: Dasselbe Buch lesen und drüber reden; die Eltern lassen sich Computerspiele erklären und spielen mit. Aber sogar so Althergebrachtes wie ein Basketball- oder Völkerballmatch zwischen Groß und Klein kann ein Erlebnis sein.