Eine vertiefte Diskussion über das menschliche Leben muss geführt werden. Die faszinierenden Möglichkeiten der Gentechnik und Gentherapie fordern neues Nachdenken: Was dient dem Menschen, wo sind die Gefahren? Damit die Menschheit in den Genuss der Errungenschaften der Biomedizin kommen kann, ist internationale Zusammenarbeit notwendig, wurde bei der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie in Kremsmünster betont. Für einen behutsamen Weg Europas plädierte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel am Freitag: Auch wenn es in Amerika schon gemacht wird – menschliche Embryonen dürfen zu Forschungszwecken oder zur Medikamentenerzeugung nicht getötet werden. Es geht bei dem, was jetzt geforscht wird, um die Achtung des einzelnen Menschen und um die menschliche Gattung überhaupt, sagt der Theologe Günter Altner. Für die Gesundheit der einen dürfen nicht andere geopfert werden.