Kirchen starten Ausbildung für die Notfallseelsorge in Oberösterreich
Ausgabe: 2001/30, Seele, Erste Hilfe, Notfallseelsorge
25.07.2001
- Matthäus Fellinger
Ab Frühjahr 2002 sollen in Oberösterreich Notfall-Seel-sorger für die erste pastorale Hilfe in Notsituationen zur Verfügung stehen.
Evangelische und katholische Kirche haben eine „Arbeitsgemeinschaft Interkonfessionelle Notfallseelsorge“ ins Leben gerufen. Ab Herbst werden ehrenamtliche Personen für diese Aufgabe ausgebildet.Es geht vor allem um eine Betreuung in den ersten Stunden bei Katastrophen. Ein Unfall. Ein plötzlicher Todesfall. Ein großes Unglück. Da braucht es neben medizinischer Hilfe auch men-schliche Betreuung – vor allem Leute, die wissen, was Angehörige oder Verletzte in diesen Momenten durchmachen. In Deutschland ist Notfallseelsorge schon selbstverständlich, auch in anderen Bundesländern gibt es bereits Ansätze. Über die normale Notruf-Nummer wird auch die Notfallseelsorge verständigt. Wie wichtig dieser Dienst ist, hat sich in den letzten Jahren bei großen Unglücksereignissen gezeigt. Galtür, Lassing, Kaprun. Rund 85 Prozent der Einsätze sind jedoch im privaten Bereich notwendig. In einer ersten Phase soll das Netz im oberösterreichischen Zentralraum aufgebaut werden. Stabile Persönlichkeiten werden für diese Aufgabe benötigt. Seelsorger können sich als Notfallseelsorger weiterqualifizieren, aber auch „Laien“ werden – wie in der Telefonseelsorge – gesucht. Die Ausbildung beginnt im Herbst und findet in Deutschland und Salzburg statt.