Mit vier Millionen Schilling unterstützt der Osthilfe-Fonds der Diözese Linz 60 seelsorgliche Projekte in Mittel- und Osteuropa.
Die Basis für die Hilfe in den Partnerdiözesen des Ostens ist eine jährliche Sammlung: 3,5 Millionen Schilling wurden im Februar 2001 von Kirchenbesucher/innen, den Leser/innen der Kirchenzeitung und per Erlagschein gespendet. Zusammen mit einem Überschuss des Ostfonds aus dem Vorjahr und einem Beitrag aus dem Diözesanbudget stehen 4 Millionen Schilling für die Hilfe in den Diözesen Budweis (Tschechien), Mostar (Bosnien-Herzegowina), Alba Julia (Rumänien) und in allen vier katholischen Bistümern Weißrusslands zur Verfügung.
Bildung ist der Schlüssel
Der Ostfonds der Diözese „investiert“ vor allem in die Aus- und Weiterbildung von Priestern, Katecheten und Jugendlichen. Rund 1.000 Personen werden über katechetische und theologische Institute sowie über Jugendwochen mit 1,6 Millionen Schilling unterstützt. Etwa 1,4 Mio Schilling schießt der Ostfonds zu Baumaßnahmen an kirchlichen Gebäuden zu, 700.000 Schilling werden für die Förderung von Medien und Schulung von Medienmitarbeiter/innen verwendet.
„Die Osthilfe der Diözese ist nicht nur die finanzielle Existenzgrundlage für wichtige Projekte unserer Partnerdiözesen“, betont DI Hubert Lehner. Der Geschäftsführer des Osthilfefonds weist auch auf den ideellen Aspekt der Hilfe hin, wie er in einem Dankbrief aus Weißrussland zum Ausdruck kommt: „Sie ahnen nicht, was konkrete Werke der Nächstenliebe in den Menschen bewirken, die kein Familienleben kennen, die keine Liebe am eigenen Leib erfahren haben und die sich von allen verlassen fühlen. Oft können sie nur weinen bei der Entdeckung, dass jemand aus der Ferne an sie denkt und ihnen helfen will.“
Lehner: „Wir wollen mit unserer Unterstützung unsere Brüder und Schwestern spüren lassen, dass sie nach Jahrzehnten kommunistischer Unterdrückung und in den mannigfaltigen Schwierigkeiten, mit denen sie seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zu kämpfen haben, nicht allein gelassen sind.“