Arbeitslose Frauen sind mit ihrer Ausbildung wesentlich unzufriedener als Männer – das ist das Ergebnis einer IFES-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer. Befragt wurden 250 Arbeitslose in Oberösterreich. 36 Prozent der Frauen sind mit ihren beruflichen Kenntnissen weniger bis gar nicht zufrieden, bei Männern liegt der Anteil bei 18 Prozent. 50 Prozent der arbeitslosen Frauen, die an Weiterbildung interessiert sind, möchten einen neuen Beruf erlernen. Besonders begehrt sind Sozial- und Gesundheitsberufe (bei Frauen: 29 %, bei Männern: 3 %). 42 Prozent der Männer konnten bisher eine betriebliche Weiterbildung nutzen, bei den Frauen waren dies 23 Prozent. Hemmnisse für Frauen sind: zu wenig Kursangebote in „Reichweite“, fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten, zu wenig Angebote, die den Neigungen entsprechen (bei 20 % der Frauen ist dies der Fall, Männer: 8 %). Die Arbeiterkammer fordert höherwertige Qualifizierungsmaßnahmen – besonders für Frauen. Anstatt den Arbeitslosenversicherungsbeitrag für Dienstgeber zu senken, sollen diese Mittel Umschulungsmaßnahmen zufließen.
Temelin
Die tschechische „Zeitung „Lidove Noviny“ berichtete am 3. August, dass der EU-Bericht zu Temelin auch aus österreichischer Sicht ausreichend erscheine. „Der Bericht bietet eine gute Basis zum Abschluss des Melker Prozesses“, wird aus der Umgebung von Kanzler Schüssel berichtet. Die EU sehe in Temelin keine Gefährdung, wird Dana Drabova, die Direktorin des tschechischen staatlichen Amtes für Atomsicherheit zitiert. Österreichische und tschechische Atomkraftwerksgegner sind empört über diese Interpretationen. Sie sehen den „Melker Prozess“ endgültig als Mißbrauch für einen internationalen Inbetriebnahme-Persilschein für Temelin.