Mit der Warenbörse in Schärding sollen die Umwelt und die Geldbörsen der Leute geschont werden. Ein Projekt, das zur Nachahmung anregt.
Seit nunmehr vier Jahren gibt es die Warenbörse in Schärding. Was aber ist der Gedanke dahinter? Manchmal wird etwas nicht mehr gebraucht, aber es wäre schade, es einfach wegzuwerfen. Ein anderes Mal benötigt man selber etwas. Die Palette reicht von Möbeln über Elektrogeräte, Kleidung, Hausrat und Spielzeug. Grete Kubai und Franz Schneebauer sind die „Drehscheiben“ in diesen Angelegenheiten. Für sie steht der Umweltgedanke im Vordergrund. Warum zur Wegwerfgesellschaft gehören, wenn viele Sachen noch gut zu gebrauchen wären? „Die Leute sind bereit zu geben und zu helfen. Gerade Kindersachen sind meist fast neuwertig. Und nebenbei schont man auch sein Geldbörsel, denn die Waren werden kostenlos vermittelt.“, betont die Organisatorin.
Die Koordination
Jedes Jahr gibt es etwa 250 Warenangebote für die Warenbörse. Kleinere Dinge übernimmt die Pfarrcaritas-Leiterin Frau Kubai, sammelt und sortiert sie und bewahrt sie im Lager auf. Größere Dinge bleiben vorübergehend noch bei den Spendern oder werden bei Herrn Schneebauer aufbewahrt, der eine kleine Garconniere als Lager zur Verfügung stellt. Weil sich das bereits herumgesprochen hat, kann es schon passieren, dass zum Beispiel zwei Fahrräder vor Herrn Schneebauers Garage stehen, wenn er nach Hause kommt.
Die großen Dinge kommen dann auf eine Liste, die an vielen öffentlichen Stellen ausgehängt wird. Neben den Angeboten gibt es auch eine Spalte für Dinge, die gesucht werden. Wer etwas anzubieten hat oder braucht, meldet sich bei Frau Kubai oder Herrn Schneebauer – dann wird vermittelt. Die Nachfrage ist mit etwa 200 Anfragen etwas geringer als das Angebot. Ein Teil der Waren kommt zum Pfarrflohmarkt oder wird von einem Mitarbeiter des Caritaslagers in Leonding abgeholt. Falls nötig, gibt es auch Unterstützung beim Transport. Mit einem Kleinlastwagen sind weitere Helfer/innen unterwegs, die über so manches große Möbelstück zu berichten wussten, das nicht so einfach durch ein enges Treppenhaus transportiert werden konnte.Die Warenbörse arbeitet hin und wieder über die Pfarrgrenzen hinaus. „Es wäre schön, wenn das eine Anregung auch für andere Pfarren wäre“, sagen die Schärdinger.
Informationen über die Warenbörse erhalten Sie bei Grete Kubai,Tel. 07712/73 70.