Für den heurigen Herbst hat sich niemand im Linzer Priesterseminar angemeldet. Die Frage nach geistlichen Berufungen ist drängend. Die Dechantenkonferenz beschäftigt sich damit.
Das Anliegen „Berufung“ muss unsere Sache sein, betonte Bischof Maximilian Aichern vor den Dechanten der Diözese Linz. Bei deren Herbstkonferenz am Mittwoch und Donnerstag der Vorwoche war „Berufung“ Hauptthema. Insgesamt 14 Seminaristen gehören zur Zeit dem Linzer Priesterseminar an. Für den neuen Jahrgang, der im Oktober beginnt, hat sich niemand gemeldet. Und im nächsten Jahr wird es voraussichtlich keine Weihe eines Weltpriesters für Linz geben. Für das kommende Jahr hat die österreichische Bischofskonferenz ein „Jahr der Berufung“ ausgerufen. Was es vor allem braucht, ist ein berufungsfreundliches Klima, betonte P. Josef Maureder SJ vor den Dechanten in Linz. Das Wachstum geistlichen Lebens und geistlicher Berufe sieht Maureder in einem engen Zusammenhang. Im Jahr der Berufung müsse es daher vor allem darum gehen, Menschen zu einer intensiven Nachfolge Jesu anzuregen – in welcher Lebensform auch immer sie leben. Eine „geistliche Atmosphäre“ und „geistliches Leben in den Gemeinden“ wären notwendig. „Gebetsschulen“ in Dekanaten wären eine gute Sache. In Predigten, in den Pfarrgemeinderäten sollte Berufung Thema sein, schlägt Maureder vor.