Wien/Budapest. Mit Hilfe der Projektgruppe „Biblia“ des Österreichischen katholischen Bibelwerkes konnte in Ungarn eine Übersetzung des Neuen Testamentes in der Roma-Sprache herausgebracht werden. Die etwa fünf Millionen europäischen Roma und Sinti, deren Situation vor allem in den exkommunistischen Reformstaaten besonders schwierig ist, hatten bisher keine Bibelübersetzung. Die von Zoltan Farkas Vesho erarbeitete Bibelübersetzung versucht ein besonders „reines“ Romanes zu verwenden, so dass der Text weltweit für alle Roma und Sinti verständlich ist. An einer Übersetzung des Alten Testamentes wird in Kooperation mit dem ungarischen Bibelwerk bereits gearbeitet.
- Forschung an Embryonen
Canberra. Nach dem katholischen Erzbischof von Sydney, George Pell, hat auch sein anglikanischer Amtskollege, Peter Jensen, gefordert, „überzählige“ Embryonen nicht für die Stammzellenforschung freizugeben. Jensen plädierte in einem Gespräch mit Premierminister John Howard dafür, Embryonen, die bei einer künstlichen Befruchtung nicht mehr gebraucht werden, für die Adoption freizugeben. Mediziner und Genforscher haben die Intervention von Erzbischof Jensen, die vor einer wichtigen politischen Konferenz des Premiers mit den Chefs der australischen Bundesstaaten stattfand, kritisiert.
- Kirche und die FrauenfrageEisenstadt. Ein zentrales Anliegen des „Dialogs für Burgenland“ war die Aufwertung der Stellung der Frau in der Kirche. Beim letzten Pastoralrat der Diözese Eisenstadt, der erstmals in der ungarischen Nachbardiözese tagte, wurde ein umfassendes zweijähriges Projekt „Gerechtigkeit im Zusammenleben von Frauen und Männern“ beschlossen.