Der Vatikan hat sich für eine ausländische Intervention im Nahen Osten ausgesprochen. Man brauche eine „dritte Kraft“, die Israelis und Palästinenser trennen könne, sagte Außenminister Erzbischof Jean-Louis Tauran. Dies sei um so dringender, als in den vergangenen Monaten jede Vertrauensbasis zerstört worden sei. Die US-Bischöfe riefen Präsident George W. Bush dazu auf, mehr Druck für eine friedliche Lösung auszuüben. Sie forderten den sofortigen Abzug der Israelis aus den Palästinensergebieten und ein Ende der Menschenrechtsverletzungen. Gleichzeitig verurteilten sie die palästinensischen Terroranschläge, die sich nicht nur gegen unschuldige Zivilisten, sondern auch gegen das eigene Volk richten. Israels Präsident Sharon lehnte gegenüber Kirchenführeren ein Ende der Belagerung der Geburtskirche ab, da sich unter den Besetzern gesuchte „Drahtzieher des Terrors“ befänden.