Wien. Scharfe Kritik äußerte Caritas-Präsident Franz Küberl am Vorgehen Israels. Weil kein ärztliches Personal mehr durchgelassen wird, musste die Caritas Jerusalem das Spital in Ramallah schließen. Das sei in einer Zeit, wo besonders viele Menschen Hilfe bräuchten, nicht zu dulden, meinte Küberl. Außenministerin Ferrero-Waldner forderte er auf, sich dafür einzusetzen, dass die leidende Zivilbevölkerung die notwendige humanitäre Hilfe bekommen kann. Es müssten „humanitäre Korridore“ geöffnet werden, die eine Versorgung mit überlebenswichtigen Gütern möglich machen.
- Stimme der Stimmlosen
Dili. Anlässlich der ersten freien Präsidentenwahlen in Osttimor, die kommenden Sonntag stattfinden – Favorit ist der ehemalige Widerstandsführer Xanana Gusmao –, veröffentliche die Missionszeitung „alle welt“ einen Kommentar von Bischof Carlos Belo. Er betonte darin die historische Bedeutung des christlichen Engagements für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte auf Osttimor während der indonesischen Besatzung. Die Kirche sei zu Recht als „Stimme der Stimmlosen“ bezeichnet worden, meint Belo. Das sei eine große Verantwortung, sich auch in der Ära der Unabhängigkeit für die Menschen und eine humane Entwicklung der Gesellschaft einzusetzen.
- Sparen bei Familien
Wien. Auf heftige Kritik des Katholischen Famillienverbandes stieß der Vorschlag des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl, zur Entlastung der Lohnnebenkosten die Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) zu halbieren. Das würde zu einer Finanzkrise des FLAF führen, aus dem jetzt die Gesamtkosten für das Kindergeld gezahlt werden.