Ausgabe: 2002/16, Jessem, Kuwait, Sulaiman al-Dakhil, Haft, Journalistin, Atem, ai
16.04.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Seit April 1972 setzt sich die Linzer Amnesty International Gruppe 8 für Gefangene ein. Wer der AI-Gruppe ein Geburtstagsgeschenk machen möchte, ist gebeten, beigefügten Appell abzuschicken.
Neun Jahre lang betreuen die zwölf Mitglieder Linzer AI-Gruppe schon die kuwaitsche Journal-istin Ibtisam Berto Sulaiman al-Dakhil. Das irakische Militär hatte sie während der Besetzung Kuwaits zur Mitarbeit an der einzig erscheinenden Zeitung gezwungen, nach Ende des Golfkriegs wurde sie von der Regierung ihres Heimatlandes wegen Kollaboration in einem unfairen Prozess zum Tod verurteilt. Nach internationalem Druck konnte das Urteil zwar in lebenslange Haft umgewandelt werden, doch auch das ist Unrecht. Unermüdlich setzt sich die Linzer Gruppe für die Freilassung von Frau al Dakhil ein. „Gerade in diesem Fall hat es schon viel Hochs und Tiefs gegeben, wie zum Beispiel die Meldung, dass Frau al-Dakhil freigelassen worden sei. Was sich als falsch herausstellte“, erzählt AI-Aktivistin Sylvia Pumberger: „Aber die Erfahrung von anderen Fällen zeigt uns, dass sich ein langer Atem lohnt.“