„feste feiern“ heißt die Landesausstellung 2002 in Oberösterreich. Ein Motto, das auch im Familienleben eine große Rolle spielt.
Feste teilen die Zeit ein. Als die Menschen noch keine Terminkalender eingesteckt hatten, richteten sich Feste nach den Vorgaben der Natur. Heute sind die Feste im Jahreskreis vor allem in der Hand von Medien und Industrie. „feste feiern“ heißt die diesjährige Landesausstellung in Oberösterreich. Die Kirchenzeitung der Diözese Linz, Welt der Frau und die Katholische Frauenbewegung haben aus diesem Anlass das Buch „feste feiern mit Familie und FreundInnen“ herausgegeben. Es soll helfen, Feste selbst zu gestalten. Um ein Fest persönlich zu gestalten, braucht es manchmal gar nicht viel. Doch sobald sich jemand selbst einbringt, wird ein Fest ein besonderes Erlebnis. Buchautor Robert Gerstbach-Muck nennt drei wesentliche Elemente des Feierns: - Geist: Der Sinn oder Anlass für das Fest muss erlebbar sein und verstanden werden. - Gemüt: Durch Kleidung, Tisch- und Raumgestaltung wird das Fest sichtbar. - Körper: Essen, Trinken, Tanzen gehören dazu.
Weniger ist oft mehr
Zu viel Vorbereitung kann die Freude auf ein Fest allerdings eher töten als mehr werden lasssen.Im Buch werden die Feste erst erklärt – welchen Ursprung hat das Fest, wie hat es sich gewandelt? Zusätzlich gibt es Impulse, die sich auch ergänzen oder umformen lassen. So könnte eine Familie den Fasching mit einem „Familien-Faschings-Umzug“ feiern. Zu Ostern wäre ein „Wettrollen“ der Eier eine Ergänzung zum Eierpecken. Unser Leben wird nicht zuletzt von kirchlichen Festen geprägt. Hier ist es besonders wichtig, auf die Wünsche der zu Feiernden einzugehen – zum Beispiel des Erstkommunionkindes oder der Jugendlichen bei der Firmung.Auch im Alltag kann man Feste feiern: Einmal in der Woche oder im Monat kann sich die Familie zusammenfinden und dazu auch Freund/innen einladen. Es geht dabei um das bewusste Zusammensetzen und nicht in erster Linie um ein möglichst aufwendig zubereitetes Essen. Die Anwesenden können in Ruhe plaudern oder auch wichtige Dinge besprechen. Zum Schluss wird ein Verantwortlicher oder eine Verantwortliche für das nächste Treffen gewählt.
Zur Sache
Das Buch „Feste feiern mit Familie und FreundInnen“ enthält nicht nur Tipps, wie Feste im Jahreskreis persönlich gestaltet werden können. Vorgestellt werden auch Ideen, wie Alltags-Notwendigkeiten (z. B. Schuhputzen) zum Fest werden können. Je nach Fest finden sich im Buch auch Rezepte, ein Lied oder Basteltipps.
„Feste feiern mit Familie und FreundInnen“. Autor ist Robert Gerstbach-Muck. Zu beziehen um e 6,90 über die Kirchenzeitungder Diözeses Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/76 10-3944, Fax DW 3939, E-Mail:kirchenzeitung@dioezese-linz.at