„Gottesbilder“ – das eigene und das von anderen – standen beim Tag für junge Erwachsene im Mittelpunkt.
Das Theaterstück „Krach im Hause Gott“ von Felix Mitterer bildete den Auftakt der Veranstaltung. Es regte zu Diskussionen an.
„Für mich ist der Heilige Geist in dem Stück zu flatterhaft“, sagt etwa Gudrun Rathmayr. Sie ist inhaltliche Leiterin auf der Burg Altpernstein, dem Impulszentrum der Kath. Jugend OÖ. „Für mich ist der Geist eher der, der in jedem Menschen steckt und ihn antreibt, die große Kraft.“ Ihr persönliches Gottesbild zu beschreiben, fällt ihr nicht leicht. „Mein Bild ist jedenfalls nicht personifizierend und nicht geschlechtsspezifisch. Im Theaterstück ist Gott der Menschheit müde, das seh ich nicht so. Ich seh Gott als jemand, der den Menschen etwas gibt. Auch sein Sohn, der das auf sich nimmt und Mensch wird. Die Liebe, mit der sich Gott und Jesus einsetzen, geht ganz ab. Das Stück spiegelt aber sicher gut die Gesellschaft wider. Ich sehe Gott als etwas Größeres, Allumfassendes – größer, als die Menschen sind. Wir dürfen ein Urvertrauen haben auf Gott, der alles lenkt. Ich darf ein Mensch sein, der sich darauf verlassen kann, dass er gehalten und getragen ist.“„Wie heute über Gott reden?“ war Thema in einer Gesprächsrunde. Den meisten fällt auf, dass „über Gott reden“ etwas Intimes ist. Gleichzeitig erhebt die Bibel den Anspruch, dass es die öffentliche Rede geben muss. Wichtig ist, dass Gott im „Vorleben“ erfahrbar für andere wird. Und weil sich Gott nicht in ein fertiges „Paket“ pressen lässt, war die Zusammenfassung für die Runde, dass die Frage „Wie heute über Gott reden?“ stehen bleiben muss.