Meine Mutter tut es und meine Schwiegermutter auch. Die Nachbarinnen sowieso und sogar entfernt Bekannte erzählen mir gern, wie’s geht: die „Gartl-Saison“ hat längst begonnen. Natürlich hab ich mich schon im Winter vorbereitet und mich in ein Buch vertieft, dass Leser/innen auch mit weniger Zeit und Arbeitseifer verspricht, das eine oder andere Grünzeug ernten zu können. Schon die kleinsten Kinder könnten schließlich mit dem Großziehen einer Pflanze lernen, für etwas Verantwortung zu tragen. Da wird doch eine Frau von meinem Format keine Probleme haben, bei den ersten zu sein, die frische Salathäuptln und Tomaten ernten. Also: Samen gekauft, in Erde gesteckt, gegossen, beäugt, gewartet … – keine Regung in den Pflanztöpfchen. Wer pflanzt da wen? Zum Glück gibt es Mütter und Schwiegermütter, die immer zu viel Salat im Gartl haben.