„Musik bringt uns ,aus Mangel an Wahrheit’ Gott näher“, so beschrieb der französische Komponist Olivier Messiaen die Funktion der Musik.
„Alle wissenschaftliche Forschung, die mathematischen Erkenntnisse und die zahllosen biologischen Versuche haben uns nicht aus der Ungewissheit gerettet. ... Tatsächlich ist die Wahrheit eine andere: Sie ist im Bereich des Glaubens angesiedelt“, erklärte Messiaen. Messiaen sprach von einer Welt, die nicht greifbar ist, von einer Wahrheit, die größer ist als das Messbare, Sichtbare. Musik könne uns auf diese Wahrheit vorbereiten.
Messiaen, 1908 in Avignon geboren, starb am 27. April 1992 in Paris. Seine Musik, die er selbst als „Musik ohne Schwere“ bezeichnet hat, spiegelt seine Geisteshaltung wider. In seinen Kompositionen perlen die Töne scheinbar vom Himmel, Vogelstimmen aller Kontinente erklingen. Messiaen verwendet griechische - und Hindu-Rhythmen, charakteristisch ist seine farbige Harmonik.
Zu seinem kompositorischen Schaffen zählen Kammermusik, Vokalwerke, Oratorien, Orchestermusik sowie große Klavier- und Orgelzyklen. In vielen seiner Werke werden christliche Themen behandelt, sein kompositorisches Wirken hat er in den „Dienst der Verkündigung“ gestellt. Anlässlich des 10. Todestages von Olivier Messiaen finden im Linzer Mariendom drei Orgelkonzerte statt. Am 1. Mai wird „Les Corps Glorieux“ (die verherrlichten Leiber) von Studenten der Orgelklasse von Brett Leighton zur Aufführung gebracht. Domorganist Wolfgang Kreuzhuber wird mit „L´Ascension und „Livre du Saint Sacrement“ passend zu Christi Himmelfahrt zu hören sein.
Den Abschluss bildet Kristian Schneider, Kantor und Organist der evang. Martin-Luther-Kirche. Er spielt u. a. die Pfingstmesse „Messe de la Pentecote“ aus dem Jahr 1950 (am 22. Mai). Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Karten unter Tel. 0732/76 10-3779, Preise: E 4,50/7,50.