Wien. Als „ein denkbar schlechtes Signal und einen Schritt in die völlig falsche Richtung“, hat Caritasdirektor Michael Landau die Pläne von Justizminister Dieter Böhmdorfer bezeichnet, den Wiener Jugendgerichtshof zu schließen. Aus seiner Arbeit wisse er, dass jugendgerechte Strukturen notwendig sind. Landau ist überzeugt, „dass nicht ein Weniger an jugendgerechten Strukturen erforderlich ist, sondern ein Mehr – gerade auch im Bereich der Justiz“. Auch die Katholische Jugend Österreichs plädiert, „den Jugendgerichtshof als eigenständige Institution zu erhalten, weil straffällig gewordene Jugendliche eine ,fürsorgliche Gerichtsbarkeit‘ und in Jugendfragen kompetente Richterinnen und Richter brauchen“.
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Stand unter gutem Stern
Wien. 10,892.932,71 E haben die mehr als 80.000 Sternsinger mit der diesjährigen Aktion ersungen. Die Spendensumme sei ein „deutliches Signal für die Großherzigkeit in unserem Land“, meinte der neue Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, Christoph Gleirscher. Die Sternsinger in Vorarlberg erreichten die größte Steigerung (+6,65%). Am spendenfreudigsten sind die Oberösterreicher mit 2,196.824 E. In ihrer Diözese wurde ein Fünftel der Gesamtsumme „ersungen“.
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Vor neuer Welle gewarnt
Brüssel. Beate Winkler, Direktorin der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, hat den interreligiösen Dialog nach dem 11. September gewürdigt. Der vor allem von Christen, Juden und Muslimen geführte Dialog sei eine „positive Entwicklung“, meinte sie vor dem Innenausschuss des Europaparlaments. Mit Blick auf den Nahen Osten warnte sie jedoch vor einer neuen Welle des Antisemitismus.