Prallen islamischer Gottesstaat und westliche Demokratie unvereinbar aufeinander? Liegt in religiösen Gegensätzen die Wurzel für weltpolitische Konflikte? Die Ökumenische Sommerakademie 2002 geht solchen Fragen auf den Grund.
Die Idee vom „Gottesstaat“ spielt in der Theologie von Judentum, Christentum und Islam eine wichtige Rolle. Trennung von Kirche und Staat ist in der westlichen Demokratie zwar üblich, wird aber im Islam und in Israel diskutiert. Im Juli diskutieren hochrangige Fachleute im Stift Kremsmünser darüber.
Mittwoch, 10. Juli, 14 Uhr:
Eröffnung. Anschließend: „Die Unterscheidung von Politik und Religion als Erbe des Christentums“, Dr. Wolf Schieder, Koblenz.
Der säkulare Rechtsstaat und die christlichen Kirchen in Ost und West“, Dr. Richard Potz, Wien.
Donnerstag, 11. Juli, 9 Uhr:
„Wo wohnt Gott? Die Juden und ihr Gott zwischen Judenstaat, Diaspora und Himmel“, Dr. Daniel Schwartz, Jerusalem.
„Die Spannung zwischen Säkularisierung und religiösem Anspruch im Judentum“, Dr. Eveline Goodman-Thau.
14 Uhr: „Der Islam ist Religion und Staat“, Dr. Gudrun Kramer, Berlin.
„Verträgt sich der Islam mit einem säkularen Staat?“, Dr. Mohamed Abu Shama, Kairo.
19.30 Uhr: Themenführung durch das Stift: „Unter dem Krummstab ist gut leben“.
Freitag, 12. Juli, 8.30 Uhr:
„Der Dialog zwischen der Europäischen Kommission und den Religionen“ (Mag. Michael Weninger, Brüssel.
10 Uhr: Podiumsdiskussion mit Dr. Weninger, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Präsident Prof. Anas Schakfeh, Bischof Maximilian Aichern undOberkirchenrat Dr. Michael Bünker.
12.30 Uhr: Interreligiöses Gebet.
Tagungsgebühr: Euro 30,– (Euro 15 für Studenten). Anmeldung: ORF Religion Hörfunk, Argentinierstraße 30 a, 1041 Wien, Tel. 01/501 01/18 230. E-Mail: religion.hf@orf.at.