Die Diözese Eisenstadt stellte vergangene Woche das Projekt „Gerechtigkeit im Zusammenleben von Frauen und Männern“ vor. Die von der Katholischen Frauen- und Männerbewegung und vom Familienwerk getragene Initiative ist ein Versuch, wichtige Anliegen aus dem „Dialog für Burgenland“ konkret umzusetzen. Das Projekt, das in den kommenden Wochen bei allen Dekanatskonferenzen vorgestellt wird, umfasst Bildungsaktivitäten ebenso wie Gespräche mit Parteien und Interessenvertretungen und Maßnahmen zur Frauenförderung in der Kirche. Bei der Vorstellung des Projektes meinte Bischof Paul Iby, dass es in vielen Regionen der Diözese noch eine sehr traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau gebe. „Frauen werden meist auf Kinder, Erziehung, Haushalt und Teilzeitarbeit reduziert.“ Hier bedürfe es, so Iby, eines Überdenkens der Rolle beider Geschlechter in Familie, Arbeit, Gesellschaft und Kirche. „Wir müssen den Umgang miteinander neu definieren. Deshalb“, so Iby, „sollten auch innerhalb der Diözese für Frauen Möglichkeiten und Zugänge zu Aufgaben geschaffen werden, die über das Übliche hinausgehen.“ Das Weiheamt für Frauen werde nicht Ziel dieses Projektes seint, betonte Iby, wohl aber die stärkere Beteiligung von Frauen in der Kirchenleitung.