Sehr erfreut war ich während meiner ganzen Schulzeit nicht über meinen Namen. Es kam auch wenig Begeisterung auf, als Namenspatronin eine Heilige des Mittelalters zu haben, die vor allem mit kosmischem Strahlungswissen in Verbindung gebracht wurde. Vor vielen Jahren führte mich eine Reise nach Eibingen bei Rüdesheim am Rhein zum Grab der hl. Hildegard. Von da an begann ich, mich mit ihren Gedankengängen zu befassen. Dabei erschloss sich mir eine Persönlichkeit, die sich in ihrer Hinwendung zu Gott und zu den Menschen als eine auch für heute wegweisende Heilige erweist. Ihre Innerlichkeit umfasst nicht nur die meditative Frömmigkeit, sonder auch schwesterliche Menschlichkeit. Im Bemühen, in meinem persönlichen Leben, aber auch in meinem kirchlichen Dienst mit der hl. Hildegard von Bingen unterwegs zu sein, trage ich mit Freude ihren Namen.