Mehrere prominente Bischöfe haben sich gegen den möglichen Militärschlag gegen den Irak geäußert. Kardinal Dionigi Tettamanzi, Mailands neuer Erzbischof, sagte, die Geschichte lehre, dass der Krieg die Probleme nicht löse, sondern verschärfe. Zuvor hatte der vatikanische Außenminister, Erzbischof Jean-Louis Tauran zu bedenken gegeben, dass ein Übel nicht durch ein anderes Übel überwunden werden könne. Ein Irak-Angriff dürfe – wenn überhaupt – nur nach einer Billigung durch die Vereinten Nationen stattfinden. Dabei müssten auch die Folgen für die irakische Zivilbevölkerung und die Konsequenzen für die gesamte Region abgewogen werden. Ähnlich äußerte sich Erzbischof Diarmuid Martin, UN-Beobachter des Heiligen Stuhls in Genf. Zugleich mahnte er, auch die Risiken einer Nicht-Einmischung zu bedenken.Vor dem Hintergrund des drohenden Kriegs der USA gegen den Irak haben sich weltweit Dominikaner dem Hungerstreik ihrer US-Mitgrüder angeschlossen. Zu den Unterstützern zählt auch der frühere Ordensgeneral Timothy Radcliffe. Der britische Dominikaner warnte vor einer aktionistischen „Es muss irgendwas geschehen“-Mentalität, bei der nicht mehr gründlich darüber nachgedacht werde, ob dieses „Irgendwas“ das Problem überhaupt lösen könne.