Kurz bevor die EU die Glocke zur Endrunde der Erweiterungsverhandlungen läutet, melden sich immer öfter auch Kirchenvertreter zu Wort, die das Projekt unterstützen. Die slowakischen Bischöfe haben dazu sogar einen Hirtenbrief vorgelegt. Sie weisen darauf hin, dass es der Auftrag der Christen in der EU sei, die christlichen Wurzeln Europas zu erneuern. Bei der Präsentation sagte der dafür zuständige Bischof Rudolf Balaz mit Blick auf Brüssel: „Auch ich habe Befürchtungen, aber wenn sich Petrus und Paulus vor dem heidnischen Rom gefürchtet hätten, hätten sie niemals ihre vertraute Umgebung verlassen.“ Dieser erfrischende Geist der EU-Neulinge wäre nicht nur gut für die in Bürokratie erstarrten Beamten. Sondern das Ringen um die Erweiterung könnte mehr sein als nur ein Feilschen um Subventionen und Marktanteile.