In den vergangenen Tagen bot Salzburg das Bild einer geteilten Stadt. Rund um das Kongresshaus herrschte eine fast gespenstische Totenstille; draußen vor Gitterzäunen ging das Leben seinen Gang. Ein Bild, das für sich spricht: Drinnen konferierten Staats- und Wirtschaftsbosse auf dem Weltwirtschaftsforum ihre Vorstellungen von einer zukünftigen Welt. Für viele außerhalb der Zäune, nicht nur für die protestierenden Globalisierungsgegner, müssten die Politik und Wirtschaft nach einem anderen Takt spielen, damit es eine Melodie des Lebens wäre. Noch gibt es kaum eine Verständigung über die Zäune hinweg, denn trotz manch freundlicher Worte hat sich noch nicht durchgesetzt, dass der Mensch und die Schöpfung nicht die Verschubware der Wirtschaft sind.