Ob sie wollen oder nicht: die gesellschaftlichen Veränderungen zwingen die Männer, sich neu zu orientieren. Eine Vortragsreihe gibt dazu Anregungen.
Christine Bauer-Jelinek, Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin, lässt die Männer aufatmen, stellt ihnen aber keinen Freibrief aus: „Männer = Täter, Frauen = Opfer. Ist diese Machtverteilung so noch aktuell?“ lautet der Titel ihres Referats am 7. Oktober in der AK Linz (Volksgartenstraße).
Warum sich Männer nicht trauen zu vertrauen – dieser Frage geht Dr. Klaus Sejkora am 14. Oktober nach. Der Therapeut mit Praxis in Linz zeigt den Männern Wege aus den tief liegenden Selbstzweifeln auf, die die eigene Persönlichkeit und das Mann - sein betreffen.
Cartellverband, Schlagende Verbindungen, Freimaurer, Kartenrunden – eine seltsame Mischung aus Wettbewerb und Solidariät schafft männliche Identität und hält die männliche Herrschaft aufrecht. Der Soziologe Michael Meuser spricht vor allem über die neuen Formen von Männergruppen und fragt, ob sie eine Alternative zu den traditionellen männerbündischen Gruppen sind (21. Oktober).
Über Bubenerziehung heute referiert Dr. Bernd Drägestein (28. Oktober). Er geht auf den Aspekt ein, durch welche Gruppen und Personen „Männlichkeit in die Buben kommt“ und plädiert für eine Bubenarbeit durch Männer.
Veranstalter: Katholische Männerbewegung OÖ (KMB) und VHS der Stadt Linz.
Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr, Saal der Arbeiterkammer Linz (Volksgartenstraße), Eintritt: E 7.(Ermäßigungen für Kombikarten)Informationen: KMB, Kapuziner-straße 84, 4020 Linz, 0732/7610-3461, E-Mail: josef.lugmayr@dioezese-linz.at