Zu einem regelrechten Ansturm an den Kinokassen hat der französische Film „Acht Frauen“ von Francois Ozon geführt.
Die Geschichte von acht Frauen und einem Mann mit einem Messer im Rücken spielt im gutbürgerlichen Milieu der 50 -er Jahre. Es weihnachtet bald, doch eine Bescherung der anderen Art steht den acht Frauen, die sich als Grazien der feinen Gesellschaft fühlen, ins Haus. In Wahrheit sind diese Frauen mit jenen „Makeln“ behaftet, die sie selbst als „nicht standesgemäß“ verurteilen: uneheliche Kinder, Liebschaften mit einem Arbeitskollegen des Ehemanns, homoerotische Neigungen zählen dazu. Letztendlich dreht sich alles nur ums Geld, um zerbrochene Träume, unerfüllte Erwartungen, unausgesprochene Sehnsüchte. Der vermeintliche Mord am Familienoberhaupt bringt das klapprige Gerüst der feinen Damen ins Schwanken. Gelungen sind die flinken, hintergründigen Dialoge, unerwartet die Abgründe, die sich auftun. Nicht ganz so überzeugend die filmischen Gesangseinlagen der ansonsten hervorragend agierenden Schauspielerinnen (u.a. Isabelle Huppert, Catherine Deneuve, Fanny Ardant).
„Acht Frauen“, F 2002, 108 Minuten - jetzt im Kino.