Drei Wahlen innerhalb von acht Tagen. Die Länder – Schweden, Deutschland und die Slowakei – sind nur schwer vergleichbar – und dennoch scheint man einiges aus diesen Wahlgängen lernen zu können. In Schweden und der Slowakei hatten die Ministerpräsidenten Göran Persson und Mikulas Dzurinda die Meinungsprognosen gegen sich. Dennoch setzten sie in ihrem Wahlkampf nicht auf populistische Karten auf dem Rücken sozialer oder nationaler Minderheiten. Sie vertraten in Ruhe und ohne große Heilsversprechen den Weg der sozialen Sicherheit bzw. der Annäherung an Europa. Das wurde honoriert. In Deutschland pockerte der Kanzler mit populistischen „Wir sind Wir“-Sprüchen. Das „full house“ für ihn machten aber die Grünen mit ihrer verlässlichen und realistischen Politik .