Österreich. „Kein Asylwerber darf unversorgt auf die Straße gestellt werden!“, appellieren dringend Caritas-Präsident Franz Küberl und Wiens Caritasdirektor Michael Landau an Verantwortliche „in Bund und Ländern“. Die jüngsten Entwicklungen bezeichnen sie „eine ernste Anfrage an die Menschlichkeit“. Durch eine neue Richtlinie ist die Aufnahme von Flüchtlingen eingeschränkt worden. Und im Flüchtlingslager Traiskirchen wurden über Nacht 130 Asylwerber auf die Straße gesetzt. Es gehe um das „Recht jedes Menschen, als Mensch behandelt zu werden“. Mit fast 700 Menschen in ihren Wiener Flüchtlingshäusern ist für die Caritas die Situation sehr angespannt.
- Rosenkranz und Frieden
Vatikan. Johannes Paul II. hat zwei neue Päpstliche Schreiben angekündigt. Am Sonntag gab der Papst bekannt, er bereite zur Wiederbelebung des Rosenkranzgebets angesichts der weltweiten Bedrohung des Friedens ein Dokument vor, das beitragen soll, die Schönheit und Tiefe dieses Gebetes wieder zu entdecken. Des weiteren plane er, voraussichtlich für Jänner 2003, die Veröffentlichung einer weltweiten Friedensbotschaft in Anknüpfung an die berühmte Enzyklika „Pacem in terris“. In seinem 1963 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges veröffentlichten Rundschreiben hatte Johannes XXIII. ein Ende des atomaren Rüstungswettlaufes gefordert.
- Ablöse für das Gotteslob
Deutschland. Erste Vorschläge für die Erarbeitung eines neuen „Gemeinsamen Gebet- und Gesangbuchs“ für die katholischen Diözesen des deutschsprachigen Raumes hat die Bischofskonferenz nun erörtert. Sie wurden von einem Gremium unter Leitung des Kölner Weihbischofs Friedhelm Hofmann erarbeitet.