Schönheit ist mehr als nur eine Frage des Geschmacks. Im Mittelalter ist sie Teil der Triade vom Guten, Wahren und Schönen und damit Ausdruck des Einen, des Göttlichen und der Wahrheit. Als ästhetisches Phänomen denken wir sie in Gegensatzpaaren. Sie hat zu tun mit Harmonie und der Durchbrechung derselben. Gleichsam stellt sie uns aber auch vor Grenzfragen: Was darf noch schön sein? Kann der tote Körper Christi am Kreuz „schön“ sein? Kann Verbrechen „schön“ sein? Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Schlangenbrut“ denkt noch ein Stück weiter. Thema ist der weibliche Körper als Ausdruck des Schönen. Frauen schreiben über das Schönheits-Diktat unter jungen Frauen, über Schönheit im Ersten Testament, über den Film „American Beauty“ und die Malerin Marlene Dumas ... darüber hinaus finden sich wie immer aktuelle Berichte für feministisch und religiös interessierte Frauen.
Verena Konrad
Oh, wie schön! Körperbilder und Ästhetik. Schlangenbrut Nr. 78 (20. Jg.) 2002. Bestellung unter folgender Telefonnummer: 0049 251/27 97 98.
- Frauen beten
Unverfälscht, mutig und politisch sind die zu Poesie verdichteten Gebete von Christa Peikert-Flaspöhler. Betend werden die Lebenswelten von Frauen zur Sprache gebracht. Sei es die Würde der Frau, die Situation einer Abtreibung, die Erfahrung von Gewalt oder einfach die Lust am Leben. Die Autorin versteht es konkrete Lebenssituationen authentisch einzufangen ohne vorweg zu urteilen. Verena KonradChrista Peikert-Flaspöhler, Du träumst in mir, mein Gott. Frauen beten. Topos Taschenbücher, 2000.