8000 Museumsbesucher/innen waren in Linz und Umgebung unterwegs
Ausgabe: 2002/41, Leonding, Museum, Ausstellung;
08.10.2002
- Elisabeth Leitner
Im Linzer Stadtzentrum und in Wels, Leonding, Ebelsberg war die „Lange Nacht der Museen“ angesagt. Berührungsängste vor Kunst und Kultur sollen dabei abgebaut werden.Gähnende Leere im Bus nach Leonding herrschte samstags um ca. 21 Uhr zunächst. Fünf kulturinteressierte Frauen machten sich auf die Reise in den Turm 9, ins Leondinger Stadtmuseum. Dort angekommen tauchten die Busreisenden im Gewühl der Menge unter. Der 9er Turm war in dieser Nacht gut besucht: 1850 Personen zählte der ORF. Das offene Programm – Volksmusik, Feuerwerk, Kulinarisches, Feuerzeichen im Garten und zeitgenössische Kunst – lockte wohl Einheimische und Weitergereiste an. Die Urfahrer Aufgeiger ließen Gstanzln und Landler erklingen. Das passte gut zum Turm-Flair und zur Dauerausstellung, die sich mit der städtischen Entwicklung von der bäuerlichen Streusiedlung bis zur modernen Stadt beschäftigt. Die lange Nacht der Museen war auch Eröffnungsabend für die Ausstellung „Moderne Künstler im Dialog mit dem Stadtmuseum“. Diese Ausstellung ist Teil der „Leondinger Eigenart“, die zum zehnten Mal stattfindet und unter dem Thema „Menschenbilder“ steht. Stündlich präsentierten sich am Samstagabend die acht Künstler/innen und ihre Kunstwerke. Johanna Stadler ist mit „Süßer Essenz“ vertreten. Dahinter verbergen sich Gesichtsmasken aus Zucker, die künstlerisch weniger überzeugten. Margit Palme bläst mit ihren Radierungen gekonnt zur „Kürnberger Jagd“. Eva Bosch vermag mit ihren Radierungen und Rissen zum Thema „Hand – Arbeit“, „Hand – Werk“ zarte Strukturen sichtbar zu machen.
Die „Leondinger Eigenart“ dauert bis 25. Oktober, Programm: Workshops, Videowettbewerbe, Podiumsdiskussion,Info: Tel. 0732/68 78-275.