Ein intaktes Immunsystem erwehrt sich ohne große Mühe dem alltäglichen Ansturm von Bakterien und Viren. Im Herbst wird die Abwehr jedoch häufig überrannt. Der Ergebnis kennt jeder als banale „Erkältung“. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder sechs bis neun Mal im Jahr erkältet sind. Auch Erwachsene kennen die Symptome: Die Nase läuft, es folgen Heiserkeit und Halsschmerzen. Dann ist auch der Husten nicht mehr weit. Den Patienten hat der „grippale Infekt“ erwischt. Der unterscheidet sich von einer „echten“ Grippe durch den Erreger – die Erkältungsviren im einen Fall, die Influenza-Viren bei der Grippe. Während man dem Ansturm der Krankheitserreger kaum entgehen kann,lässt sich für die Körperabwehr einiges tun: Ein geregelter Tagesablauf mit ausreichenden Erholungszeiten kann Wunder wirken. Dazu gehört auch eine ausgewogene Ernährung, in der weder Eiweiß noch Zucker oder Fett überwiegen. Es sollten ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren in der Nahrung sein. Körperliche Bewegung an der frischen Luft ist ein wahres Trainingsprogramm für die Immunzellen. Saunabesuche oder Wechselduschen helfen ebensfalls. Und man sollte den Körper warm halten. Zu leichte Kleidung verschlechtert die Durchblutung der Schleimhäute. Hat einen der grippale Infekt trotzdem erwischt, so hilft eine abendliche Schwitzkur: Man beginnt mit mehreren Tassen Holunder- oder Lindenblütentee, anschließend ein heißes Bad. Dick eingepackt geht es ins Bett. Durchschwitzte Bettwäsche nach zwei Stunden wechseln. Ein bis zwei Tage Bettruhe bewirken viel.