„Der unbeschränkte Konsum hat eine Kehrseite!“ Überzeugend legt Christine Details auf den Tisch, sodass die Rosen plötzlich den Duft von Leid verbreiten ... die Bananen wollen nicht recht schmecken und die importierten Tomaten schauen einen geradezu aggressiv an. Vieles, was in den reichen Ländern des Nordens als Gaumenfreude oder Augenweide gilt, sorgt in den armen Ländern für Umweltzerstörung mit dramatischen Folgen. Man denke an Folienhäuser für Tomaten, Nelken und Rosen, die riesige Flächen zudecken – auf Land, das einst Kleinbauern gehörte, wie auch an Kaffee- und Bananenplantagen. Und für Shrimps-Aquakulturen mussten große Mangrovenwälder weichen. Die Preise für die Produkte, die arbeitsintensiv gewonnen und energiereich importiert wurden, sind obendrein nicht gerecht. Seit Christine gut informiert ist, gibt sie Denkanstöße: „Es liegt in unserer Hand, auf sozial- und umweltverträgliche Erzeugnisse, das heißt auf einheimische beziehungsweise fair gehandelte umzusteigen. Bewusster Einkauf ist Wirtschaftspolitik mit der eigenen Geldbörse und eine tägliche Entscheidung für mehr Gerechtigkeit in der Welt!“