Eine Erkältung hat mit Kälte nur indirekt zu tun. Bei Kälte werden die Gefäße – vor allem der Schleimhäute – verengt. Je schlechter die Durchblutung, desto weniger Abwehrzellen können gegen die Erkältungsviren einschreiten. Man kann einer Erkältung dennoch gut vorbeugen.
Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen nicht unter 40 Prozent sinkt, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Viren wären sonst Tür und Tor geöffnet.Blutgefäße kann man regelrecht trainieren und somit die Immunabwehr stärken. Wechselduschen am Morgen sind dazu eine wirksame Methode: Einige Minuten im wohlig warmen Wasser duschen, dann für 10 bis 15 Sekunden auf kalt umstellen. Dreimal wiederholen, man hört mit kaltem Wassser auf. Auf demselben Prinzip basiert auch der Gesundheitseffekt in der Sauna. Der Körper wird gut auf die Wechseltemperaturen im Winter zwischen der Wärme drinnen und der Kältre draußen vorbereitet.
Barfuß am Morgen im Gras zu laufen oder sogar im Schnee zu stapfen hat einen ähnlichen Effekt. Wassertreten in einem Bach oder in der Badewanne empfiehlt sich ebenso. Niemals allerdings soll man diese Methoden bei kalten Füßen anwenden. Diese müssen erst – etwa durch sportliche Bewegung – warm gemacht werden.