Knapp drei Viertel der österreichischen Wohnbevölkerung sind katholisch. Das geht aus der Detailauswertung der Volkszählung 2001 hervor, die vergangene Woche veröffentlicht worden ist. Die zweitgrößte Gruppe sind jene, die sich keiner Religionsgemeinschaft zuzählen. Sie haben mit 3,4% den stärksten Zuwachs. 4,7 Prozent der Wohnbevölkerung gehören den beiden evangelischen Kirchen an, 4,2 Prozent sind Muslime. 2,2% orthodox.Mit 4,4 Prozent hat die katholische Kirche den stärksten Rückgang zu verzeichnen. In Wien ist die Katholikenzahl von 57,8 auf 49,2 Prozent gesunken. Die evangelische Kirche blieb mit 0,3 Prozent Rückgang praktisch unverändert. Bei der katholischen Kirche schlagen die seit den Kirchenturbulenzen (Bischofsernennun- gen, Affaire Groer u. a.) stark angestiegenen Austrittszahlen deutlich durch. Der Rückgang bei den evangelischen Kirchen geht u. a. auf evangelikale Absplitterungen (Freikirchen) und die Veränderung in der Bevölkerungsstruktur zurück. Dieser Wandel ist am Zuwachs der islamischen Gemeinschaft und der orthodoxen Kirchen deutlich sichtbar. Sie sind unter den 710.926 ausländischen Bewohnern besonders stark vertreten (34,2% Muslime, 19,1% Orthodoxe). Den höchsten Katholikenanteil haben Tirol (83,4%) und die Steiermark (81,3%).