Der Urnenbestattung am Friedhof einen würdigen Platz geben
Ausgabe: 2002/43
22.10.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Sehr gut aufgenommen wurde die Urnen-Stelen-Ausstellung von vier Rieder Steinmetz-Betrieben bei der Gartenmesse im September in Ried/I. Die Ausstellung, zu Stande gekommen durch beispielhafte Zusammenarbeit, zeigte ansprechende Alternativen zu den Wand-Urnen, bei denen ja oft wenig Platz für Blumen oder Kerzen ist. Auch dass bei der Urne mehrere Menschen (etwa zu Allerheiligen) stehen, ist auf Grund des knappen Platzes kaum möglich. Die Stele auf einem kleinen Beet, in das die Urne versenkt wird, ermöglicht dagegen eine entsprechende Gestaltung der Stätte des Totengedenkens.Eine ältere Dame freundete sich mit einer der ausgestellten Stelen so an, dass sie beschloss, diese zunächst im Garten aufzustellen. Wenn sie stirbt, soll die Stele auf den Friedhof übersiedeln. – Der Tod und das Leben sind miteinander verbunden.Die Feuerbestattung ist bei uns nicht stark verbreitet. Es gibt Pfarren, in denen sie wegen Platzknappheit nicht ungewöhnlich ist (z. B. Ebensee). Die katholische Kirche erlaubt die Feuerbestattung seit 1964, nachdem sie etwa 80 Jahre ausdrücklich untersagt war.
Die vier ausstellenden Steinmetz-Betriebe: Fruhwirth, Neumayr-Scheibenbauer, Weich, Zechmeister-Reischauer.