Der blutige Anschlag auf der Ferieninsel Bali mit 180 Todesopfern hat der Welt die Augen geöffnet: Indonesien wurde im angeblichen Kampf gegen Terror kaum beachtet. Dabei lassen seit Jahren Meldungen aus den Molukken die Warnlichter blinken. Dort gehen radikale Moslems gegen Christen vor. Mit allen Formen der Gewalt und des Terrors stören eingeschleuste „Schüler des heiligen Krieges“ die längst austarierte und stabile christlich-muslimische Beziehung. Vielmehr wurde es als „Religionskrieg“ verächtlich gemacht. Dass 10.000 Menschen dabei sterben mussten, wird kaum wahrgenommen. Und Christen auf den Gewürzinseln wurden weltweit nur belächelt, wenn sie auf die Gefahr hingewiesen haben, die von Jakarta ausgeht, wo die Regierung dem Treiben bisher tatenlos zugeschaut hat.