Wer sich ballaststoffreich ernährt (s. letzte Ausgabe) muss viel trinken. Die unverdaulichen Pflanzenanteile der Nahrung quellen auf. Wer nicht genug trinkt, dickt die Ballaststoffe im Darm ein und erschwert die Verdauung.
Man soll nicht zu schnell von ballaststoffarmer auf ballaststoffreiche Nahrung umstellen. Es können sonst Druck- und Völlegefühle auftreten. Bakterien, die Ballaststoffe im Dickdarm abbauen, bilden Darmgase. Zu Beginn der Ernährungsumstellung kann es zu Blähungen kommen. In der Regel gibt sich das aber bald wieder.Ebenso soll der Anteil an ballasthaltigem Getreide nur behutsam angehoben werden. Man beginnt mit fein gemahlenem Getreide. Allmählich kann das Korn gröber gemahlen werden, schließlich kann man Mahlzeiten mit ganzen Körnern zu sich nehmen. Wichtig ist intensives Kauen, damit sich Völlegefühl und Blähungen gar nicht erst einstellen. Mitunter geht es mit dem Kauen nicht mehr so gut wie früher. In diesem Fall empfiehlt sich fein gemahlenes Vollkornmehl. Bei Rohkost wird man fein raspeln. Ältere Menschen können oft nicht mehr die empfohlene Menge Ballaststoffe zu sich nehmen, weil sie nicht mehr so viel essen können. Hier hilft Kleie. Täglich vier bis sechs Esslöffel Getreidekleie einnehmen. Die Faustregel: Zu jedem Esslöffel Kleie eine Tasse Flüssigkeit trinken.