Das Ensemble „NovAntique“ etabliert sich allmählich in der heimischen Musikszene. Die Begeisterung für gute Musik, auch ohne Honorarzahlungen, steht bei den Musiker/innen im Vordergrund.
1998 gründete der Linzer Dirigent Mario Aschauer das Ensemble „NovAntique“. Musiker/innen der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz und Musikstudent/innen sind die „ehrenamtlichen“ Mitglieder des Ensembles. Honorare können meist nicht bezahlt werden, die Begeisterung für gute Musik ist die vorrangige Motivation für die musikalischen Zusammenkünfte. Eine Mischung aus Alt und Neu, selten aufgeführte Werke alter Meister und die Einbindung der Musik in den Gottesdienst – dieses breit gefächerte Programm zeichnet das junge Ensemble aus.
Religion und Musik
Dirigent Mario Aschauer ist Absolvent des Linzer Musikgymnasiums. Mit 17 Jahren legte er die Diplomprüfung für das Fach „Dirigieren“ ab, jetzt studiert er in Wien Musikwissenschaften. Mario Aschauer über die Verknüpfung von Religion und Musik: „Eines muss das andere beeinflussen, der Mensch ist nicht nur Künstler. In unserer Reihe ‚Musica sacra et liturgica‘ bringen wir sakrale Werke an ihrem ursprünglichen Platz, nämlich im Rahmen des Gottesdienstes, zur Aufführung.“ Ein Meilenstein der Oratoriengeschichte steht im Mai 2003 auf dem Programm: Florian Leopold Gassmanns Oratorium „La Betulia Liberata“, komponiert im Jahr 1772. In den letzten 150 Jahren konnte keine Aufführung für dieses Werk nachgewiesen werden. Aschauer hat die verstreuten Handschriften – sie umfassen 700 Seiten – zusammengetragen und neu editiert.
Im November 2002 sind nun drei Konzerte geplant, Musik von Ludwig August Lebrun (Oboenkonzert) und W. A. Mozart (Les Petits Riens, Sinfonie in D-Dur, KV 297) wird zu hören sein.