Das Altsein bringt für viele Menschen Schwierigkeiten. Der Freundeskreis wird kleiner. Trauer, Ängste, Einsamkeit drücken. Der Abschied von Träumen und Idealen und der Mangel an Perspektiven können das eigene Leben als unwert erscheinen lassen. Manche greifen zu Medikamenten und Alkohol als Problemlöser.
Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag. Er soll Probleme und Langeweile zuschütten. Doch der Griff zur Flasche wirkt sich verhängnisvoll aus. Es kann zu schleichender Abhängigkeit kommen. Immer stärker wird die Dosis. Leber, Bauchspeicheldrüse und Magen-Darm-Trakt werden entzündlich verändert. Allgemeine Muskelschwäche, Beinleiden, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen stellen sich ein. Depressive Stimmungen werden jetzt verstärkt, Angst und innere Unruhe sind mögliche Folgen. Seelisches Unbehagen lässt sich nicht mit Alkohol lösen.
Vorsicht ist auch bei Medikamenten angesagt. Sie wirken wegen der geringer werdenden Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte oft länger als in jungen Jahren. Medikamente sind niemals ohne ärztliche Verschreibung zu nehmen. Wer ohne Griff zur Flasche oder ohne ständige Medikamenteneinnahme weniger Lebensfreude hat, sollte unbedingt einen Menschen seines Vertrauens zu Rate ziehen oder eine Lebensberatungsstelle aufsuchen.