Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten weihte Bischof Maximilian Aichern am Sonntag den neuen Altar der Hallstätter Pfarrkirche.
Seit Dezember 1997 ist die Region Hallstatt-Dachstein in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dies bedeutet nicht nur Auszeichnung, sondern auch Verantwortung. So wurde bei der heuer erfolgten Umgestaltung der Pfarrkirche Hallstatt einiges wiederhergestellt, was ursprünglich vorhanden war.Aus der Kirche in Obertraun konnte ein gotischer Taufstein zurückgebracht werden. Gotische Fensterlaibungen wurden im Altarraum freigelegt und restauriert und auch im Außenbereich wurden Steinmetzarbeiten wiederhergestellt. Professor Sepp Auer zeichnete für die künstlerische Neugestaltung des Innenraumes verantwortlich. Beim Design von Altar, Ambo, Kreuzen und Leuchtern setzte er auf reduzierte klare Formen. Die Metallobjekte wurden aus Chrom-Nickel-Stahl gefertigt, für Gestaltungen im sakralen Raum ein neuer Werkstoff. Die Kirchenbänke wurden im Original belassen, aber gegen Holzwurm behandelt und die Sitzreihen gleichmäßig gemacht. Innerhalb der Kirche wurde der Boden in Untersberger Marmor neu verlegt und im hinteren Kirchenschiff eine zweistufige Empore tiefer gelegt. Architekt DI Walter Plieseis aus Bad Ischl veranlasste einige Sicherungsmaßnahmen und Drainagierungen, da bergseits Wasser in die Kirche eindringt. Auch der Zugang zur Kirche wurde für die Besucher angenehmer und sicherer gestaltet. Bei den Arbeiten tauchten in der Mitte des Kirchenschiffes überraschend Skelette auf. Der Beton musste zum Teil per Hubschrauber eingeflogen werden. Gleichzeitig mit den baulichen und künstlerischen Veränderungen, entstanden auch drei neue liturgische Gewänder für die Pfarre, gestaltet von der Vorarlberger Textildesignerin Mag. Luzia Fleisch.