„Warum sich mit Ernährungsplänen quälen?“, fragen viele. „Fünf Pfund weniger in drei Tagen“, verspricht die eine Crash-Diät, „im Nu zehn Kilo leichter“ eine andere. Tatsächlich bringen manche Strategien kurzfristige „Erleichterung“. Doch der Erfolg ist nicht von Dauer. Die eigentlichen Fettpolster des Körpers bleiben bei solchen Schnell-Diäten weitgehend unangetastet. Zunächst nämlich verbrennt der Körper diejenigen Reserven, die er ohnehin für den kurzfristigen Nahrungsmangel angelegt hat: nämlich Glykogen in Leber und Muskeln. Glykogen ist eine Speicherform von Kohlenhydraten. Ein Gramm davon kann vier Gramm Wasser binden. Mit dem Glykogen verschwindet auch das Wasser. Der kurzfristige Gewichtsverlust geht vor allem auf das Konto des Wasserverlustes. Schluck für Schluck wird nach der Diät Kilo für Kilo wieder angetrunken.
Dazu kommt der Jo-Jo-Effekt: Bei Nahrungsmangel wird der Stoffwechsel gedrosselt. Der Körper kann aber nicht zwischen echtem Nahrungsmangel und Diät unterscheiden. Die Folge: Isst man nach dem Ende der Diät so viel wie zuvor, legt der Körper erst recht Fettpolster an – für die nächste „Hungersnot“, sprich: Diät. Manche Nahrungsmittelhersteller preisen „Light-Produkte“ als Alternative an – mit 40 Prozent weniger Kalorien. Die Alternative scheint verlockend. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass viele unbewusst stärker zugreifen – was nicht im Sinn der Sache ist. Besser ist eine sinnvolle Ernährungsumstellung. Mit Vollkornbrot, Kartoffeln, Gemüse und Obst gibt es schon seit Jahrhunderten echte „Light“-Produkte, die nicht nur gesünder, sondern auch billiger sind.