„Wir betreiben keine Parteipolitik, aber eine Wertepolitik.“ Das erklärten die österreichischen Bischöfe letzte Woche.
Die bevorstehende Wahl und die Erweiterung der EU veranlassten die Österreichische Bischofskonferenz bei ihrer jüngsten Sitzung in Salzburg zu politischen Fragen Stellung zu nehmen. Die katholische Kirche betreibe keine Parteipolitik, wohl aber setzen sich die Kirchenleitung und viele Katholiken für eine Wertepolitik ein, betonen die Bischöfe. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz eines einzelnen, auch noch so wichtigen Wertes, sondern um ein Miteinander von Werten, die einander stützen und tragen. Im Hinblick „auf die Förderung des Miteinanders von Werten ist in den letzten Jahren viel Gutes geschehen“, sagen die Bischöfe. Sie nennen die Familienförderung, die Verhinderung embryonenzerstörender Forschung, den Widerstand gegen Euthanasie, die Sterbekarenz und die Förderung der Hospizarbeit. Zur EU-Erweiterung wiederholen die Bischöfe ihr klares Ja. Für die damit verbundenen schwierige Sachfragen bedürfe er einer fairen Lösung.
Zum arbeitsfreien Sonntag begrüßen die Bischöfe ausdrücklich die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Institutionen in der „Allianz“. Bei der Entwicklungshilfe fordert die Bischofskonferenz mehr staatliches Engagement (0,7% des BIP) und verweist auf die gesunkene staatliche Unterstützung für kirchliche Organisationen. Besonders dankten die Bischöfe allen, die den Hochwasseropfern geholfen haben.