Ausgabe: 2002, Pawlowsky, Christkönig, Geist, Kath. Bildungswerk, Leiden
19.11.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Löscht den Geist nicht aus“ hieß das Motto einer sehr gut besuchten Bildungswerk-Veranstaltung am 13. November 2002 in der Pfarre Linz-Christkönig. Der Titel – einem Text aus dem Thessalonicher-Brief entnommen – war auch schon vor 40 Jahren Titel von Tagungen im Vorfeld zum 2. Vatikanischen Konzil (1962). Mit dem Konzil und was es uns heute zu sagen hat, setzte sich der Referent des Abends in Christkönig – Dr. Peter Pawlowsky auseinander.
Pawlowsky arbeitete die großen Meilensteine des Konzils heraus. Darunter das gewandelte Kirchenbild, man sprach fortan vom Volk Gottes. Ökumene, Liturgie-Erneuerung, das Verhältnis zu den nicht christlichen Religionen sind weitere Überschriften.
Auf die Zukunft gesehen? – Referent und Diskussionsteilnehmer/innen waren sich oft einig. Vieles ist ins Stocken geraten. Aber: Der Wunsch ist da, eine geschwisterliche Kirche vor zu leben. Noch immer tut sich die Kirche schwer, eine spirituelle Sprache für die Sexualität zu finden. Wichtig ist der apostolische Freimut. „Entwickeln wir eine spirituelle Sprache für glückliche Nähe, schmerzvolle Entfernung, für Durchtragen und Leiden“, sagte Pawlowsky. Wir alle haben die Chance, das nächste Konzil vorzubereiten. Die Hoffnung liegt bei der Basis! Ein Diskutant knüpfte beim Titel an und stellte ihn richtig: Den Geist können wir nicht auslöschen. Wir können ihn nur in uns auslöschen.