Die neue Ausgabe von „Kunst und Kirche“ beschäftigt sich mit dem Thema „Sakralität“. Spannende Titel und gelungene Bildbeiträge machen Gusto aufs genaue Lesen der neuen Ausgabe von „Kunst und Kirche“ (3/2002). Autor Thomas Sternberg widmet sich der Frage „Sind katholische Kirchen heilige Räume?“ und beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs „heilig“ bzw. „sakral“. Als Unterscheidung und Abgrenzung von der profanen Welt eignet sich der Begriff „sakral“ nicht, das Welt- und Selbstverständnis des Christentums zum Ausdruck zu bringen, so der Autor.Kirchenräume als Begegnungsräume mit dem Heiligen, Kirchenräume als „gestimmte Räume“ mit besonderer Atmosphäre – Thomas Sternberg, Professor für Kunst und Liturgie in Münster, ist einer von 14 Autor/innen, die sich dem Thema „Sakralität“ differenziert nähern und neue Aspekte eröffnen.
Zum Bild: Glasfenster von Egon Eiermann: „Der real vorhandene Kirchenraum bietet die Chance einer religiösen Wahrnehmung“, meint Autor Horst Schwebel. Dennoch sei der Kirchenraum nicht vorab ein heiliger Raum, die Wahrnehmung hänge vom Betrachter ab.