„Wie kriege ich das nur unter“, denkt der Geschäftige. „Eigentlich habe ich keine Zeit.“ Aber es muss sein. So schiebt er diesen Besuch ein, am Nachmittag. Der Portier nennt die Zimmernummer.
Auch dieser Mensch, der da liegt, hatte keine Zeit. Die Krankheit kam ungefragt. Jetzt wartet er. Von einer Untersuchung auf die andere. Vor allem auf die Ergebnisse wartet er.
Der Geschäftige rückt den Stuhl an das Bett. Sie reden, tauschen aus, was sie bewegt. Die Ungewissheit des einen mischt sich mit den Wichtigkeiten des anderen.
Wer ist krank? Der im Bett oder jener, der gerade auf die Uhr blickt? Der, dem die Stunden lang geworden sind, oder der, der die Minuten zählt?
Sie begegnen einander in einem Zimmer. Das Wunder geschieht. Der Eilige vergisst die Zeit. Der Kranke wartet nicht auf Späteres. Alles ist Gegenwart. Sie spüren das Leben – noch Stunden später: Einer ist krank – aber er ist nicht allein.