Kirchliche Mitarbeiter/innen waren auf Informations-Mission in Brüssel
Ausgabe: 2003/13, Brüssel, Informations-Mission, EU, Asyl, Kirche, Europa
26.03.2003
Fragen der Bioethik etwa und der Biotechnologie können nicht allein auf nationaler Ebene gelöst werden. Ethisch verantwortlichen Umgang europäisch zu verankern, ist Anliegen der Kirche.
Das Sozialreferat der Diözese Linz setzte in Zusammenarbeit mit dem Religionspädagogischen Institut der Diözese Linz (RPI) einen Bildungsschwerpunkt „EU – vielgenannt und unbekannt“. 33 Mitarbeiter/innen und Religionslehrer/innen der Diözese Linz besuchten am 17. und 18. März 2003 EU-Einrichtungen in Brüssel. Sie hatten dort interessante Begegnungen mit Österreichern in Brüssel und Kirchenleuten.
Keine Propaganda
Die COMECE, die Kommission der europäischen Bischofskonferenzen, unterhält in Brüssel ein Büro. Dieses ist die zentrale Einrichtung, die Anliegen der Kirche für die Menschen in Europa auf EU-Ebene einzubringen. Das Büro war auch für die Linzer Delegation wichtiger Partner. Das Interesse der Kirche an der EU ist kein Interesse der Propaganda. Es geht ihr darum, dass Christinnen und Christen Europa kompetent mitgestalten.
Im Zuge der Arbeit des Konventes zur Verfassungsgebung der EU drängt die Kirche darauf, den Bezug auf Gott in der Verfassung zu verankern. Dahinter steht das Bewusstsein, dass Macht dazu neigt, sich absolut zu setzen. Daher hat die Kirche eine Diskussion darüber entfacht, welche letzten Bezugspunkte und welche unverzichtbaren obersten Werte in der Politik eine europäische Gesellschaft leiten und leiten sollen.
Die Kirche arbeitet auch mit an einer vernünftigen und menschenwürdigen Asyl- und Einwanderungspolitik.