„Geld frisst Welt“ lautet der Titel einer dreiteiligen Informationsreihe der ArbeitnehmerInnen-pastoral in Wels. Wenn der Staat Schulden macht, belastet er die künftige Generation unzumutbar. – Diese These stand provozierend am Beginn des zweiten Abends der Reihe. Erich Gumpelmaier, Landessekretär des ÖGB OÖ, widersprach der Aussage. Es komme nämlich darauf an, wofür Schulden gemacht werden. Für Investitionen in die Zukunft zahlten sich Schulden aus; sie bringen späteren Generationen Einnahmen. Zur Lenkung der globalisierten Finanzmärkte sprach sich Gumpelmaier für eine „Tobin-Steuer“ aus: Eine internationale Umsatzsteuer im Devisengeschäft. Nur eine gemeinsame europäische Strategie könne Wirkung zeigen.