Die Caritas ist nun wieder stark im öffentlichen Bewusstsein: Bei der Haussammlung sind tausende Sammler/innen unterwegs. Doch gleichzeitig droht ein anderer Aufruf, schlecht gehört zu werden: Die Bitte, für den Irak zu spenden.
Seit Anfang April sind die ersten Caritas-Haussammler/innen unterwegs. Die Haussammlung ist die wichtigste Sammlung der Caritas für die Not im Inland. Manche Sammler/innen sind zum Teil schon 50 Jahre und länger in diesem Dienst engagiert.
Gleichzeitig mit der Haussammlung hat die Caritas und die gesamte internationale Hilfsbereitschaft durch den Irak-Krieg eine zweite große Bewährungsprobe zu bestehen. Die Hilfsorganisationen stellen aber Spendenmüdigkeit fest. Trotz der medialen Präsenz des Leidens im Irak ist die Hilfsbereitschaft der Menschen kaum zu spüren, sagt der Linzer Caritas-Direktor Mathias Mühlberger. Über 40.000 irakische Flüchtlinge in Syrien sind bereits jetzt auf die Hilfe der Caritas angewiesen. Und im Irak werden verletzte Zivilisten versorgt.
So gilt es, das Augenmerk der Hilfsbereitschaft sowohl auf die Not im Inland, als auch auf die Not im Irak zu richten.
Die Caritas stellt Überlebenspakete für Familien zusammen (Reis, Bohnen, Öl, Fleisch, Zucker, Tee, Waschpulver, Seife). Ein Paket für den Wochenbedarf einer sechsköpfigen Familie kostet 18 Euro pro Woche. Die Caritas bittet um Ihre Irak-Spende auf das Konto 1.245.000 bei der Raiffeisenlandesbank (BLZ 34.000), Kennwort Irak.