Primarius Dr. Josef Eckmayr (rechts) übergibt Provinzoberin Sr. Friedhilde Mair (links) Sonnenblumenkerne als Symbol des Lerngangs.
Der Mangel an Ordensnachwuchs gab den Anstoß: Die Kreuzschwestern binden die Mitarbeiter/innen in ihre Gemeinschaft ein und befähigen sie, ihre Werte weiter zu tragen.
Die 312 Kreuzschwestern der Provinz Oberösterreich und Salzburg machen sich nichts vor: „Wollen wir unsere Werke im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich in die Zukunft führen, kann dies nur mit kompetenten, christlich handelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschehen.“ Nach der kirchlichen Beauftragung von Leitungspersonen (Die KIZ berichtete) wurde mit einem Ausbildungskurs für 16 Führungskräfte ein weiterer konkreter Schritt zur Beteiligung an der Führung des Ordens gesetzt. Die Teilnehmer/innen waren bunt zusammengewürfelt: Von Hortleiterinnen über einen Schuldirektor bis zu Primarärzten am Ordenskrankenhaus Wels.
Am 28. März präsentierten sie die Ergenisse ihres vierteiligen „Lerngangs“: „Die gemeinsamen Tage haben mir geholfen über den Tellerrand des Krankenhauses (KH) hinauszuschauen. Ob Schule, Kinderhort oder Pflegeheim – ich sehe nun, dass wir zusammengehören und ein gemeinsames Anliegen haben“, erklärt Dr. Josef Eckmayr, Primarius der Lungenabteilung am KH Wels. Dieser erste und die weiteren Lerngänge werden helfen, den verschiedenen Einrichtungen des Ordens eine gemeinsame Identität zu geben, so Eckmayr: „Wenn jemand Kreuzschwestern hört, dann muss ihm einfallen: Da steht der Mensch im Mittelpunkt“. Dass das nicht einfach ist, zeigt sein eigene Abteilung mit 65 Mitarbeiter/innen: Die Nächstenliebe und der Zwang zum Sparen stehen in einer permanenten Spannung. Beim Lerngang hat er aber Menschen gefunden, die mit denselben Vorgaben raufen und mit denen er sich austauschen kann.
Wichtig für die Verbindung zum Orden waren für Eckmayr auch die geistlichen Impulse, die während des gesamten Lerngangs gegeben wurden: „Sich in das Bewusstsein zu rufen, dass es mehr als das normale Leben gibt, tut gut“.