„Es wäre mir lieber, es wären in der Europäischen Verfassung christliche Gehalte zu finden, als dass das Wort Gott in der Präambel steht.“ Dies meinte der österreichische Spitzendiplomat Dr. Michael Weninger bei einer Zusammenkunft mit katholischen Journalisten am Freitag der Vorwoche in Linz. Weninger ist Chefberater bei EU-Kommissionspräsident Romano Prodi. Auf europäischer Ebene sollte eine Art gemeinsames Religionsrecht geschaffen werden, meinte er. Mehr als 50 Religionen und Konfessionen hätten in Brüssel Vertretungen. Weninger – übrigens katholischer Theologe – ist optimistisch, dass sie in der künftigen Verfassung ihre Position rechtlich verankern können.
Dr. Michael Weninger hält den Pluralismus in Europa nicht für Schwäche, sondern für seine Besonderheit.